Offshoring – Definition und Bedeutung

Unter diesem Begriff versteht man die Auslagerung betrieblicher Aktivitäten ins Ausland. Ins Deutsche übersetzt würde man von „Auslandsverlagerung“ sprechen. Im groben kann man es unterteilen in nahes Ausland (Nearshoring) und weiter entferntes Ausland wie zb. China (Farshoring).

Der gravierende Unterschied zu Outsourcing ist, dass es sich beim Outsourcing um eine organisatorische Verlagerung handelt. Beim Offshoring hingegen spricht man von einer demographischen Verlagerung.

Das Hauptziel von Offshoring ist, Kosten zu sparen und somit International wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein ebenfalls wichtiger Punkt ist die Personalkosten zu senken. Sowohl Löhne, als auch die Weiterbildungskosten sollen gesenkt werden. Da in den Ländern, wo Offshoring betrieben wird,viel geringere Lohnkosten vorherrschen, die Qualität jedoch die gleiche ist,greifen viele zu diesem Tool um Kosten zu sparen.

Der größte Kritikpunkt am Offshoring ist der Abbau von Arbeitsplätzen im eigenen Land. Auch der steigende Konkurrenzdruck unter den internen Mitarbeitern ist ein Kritikpunkt.

Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Offshoring ist, dass man vertrauenswürdige Partner bzw. Dienstleister im Ausland findet. Diese sollten zu günstigeren Preisen, die gleiche Qualität liefern.

Die Gründe für Offshoring können betriebswirtschaftlicher, politischer, technischer oder steuerlicher Natur sein. Hier finden Sie ein paar Beispiele:

  • Erschließung neuer Absatzmärkte
  • Niedrigere Lohnkosten
  • Höhere Kosten für den Export
  • Niedrigere Umweltstandards
  • Kürzere/erleichterte Genehmigungsverfahren
  • Infrastrukturhilfen
  • Kürzere Absatzwege
  • geringere Transportkosten
  • Niedrigere effektive Unternehmensrate
  • Weniger umfangreiche Steuerbemessungsgrundlage
  • Sonderwirtschaftszonen